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Dienstag, 3. Juni 2008

SPEKTAKULÄRE AUSSEN- UND INNEN-ANSICHTEN

Wohnzeitschriften haben naturgemäss einen grossen Fundus an Beispielen für schönes und spektakuläres Wohnen. Die amerikanische Architectural Digest hat vor allem letzteres zu bieten: Villen, die buchstäblich über dem Meer hängen, Ferienhäuser mit palastwürdigem Innenleben, Hütten mit Westernsaloon-Flair mitten im Nirgendwo, eine echte Jurte in der Mongolei oder das Weisse Haus.
Mit «Private Views – Inside the World's Greatest Houses» nimmt uns das Magazin zu einer Tour durch die 30 auffälligsten Häuser der letzten Jahre mit. 

Freitag, 23. Mai 2008

ELLE DECOR - 12 POINTS

Weltweit gibt es Ableger der Modezeitschrift Elle, die sich mit Stil und Design beschäftigen. Die amerikanische Version "Elle decor" ist meines Erachtens eine der Besten, weil sie auf hohem Niveau die Qualität hält. Man muss allerdings den amerikanischen Design-Stil mögen. Bedeutende Vertreter des US-Designs prägen mit ihrer unverkennbaren Handschrift die Botschaft: Jeffrey Bilhuber, Vincente Wolf, Bunny Williams, Jonathan Adler und viele viele mehr.

Sarah Jessica Parkers Esszimmer, Muriel Brandolinis Bad und Arbeitszimmer


Freitag, 25. April 2008

DIGITALE ZEITSCHRIFTEN – DIE ZUKUNFT !?!

Wieviele (Wohn-)Zeitschriften gibt es? Normalerweise bleibt man bei der Auswahl gerne im vertrauten Terrain, dh. im deutschsprachigen Raum. Aber was ist mit französichen, englischen, amerikanischen Zeitschriften? Wer hat nicht schon mal am Kiosk so ein Heft durchgeblättert. Aber gleich kaufen oder abonnieren? Mögen Sie den skandinavischen Stil – lesen Sie deshalb die Elle interiør? Waren Sie schon mal in Australien? Haben Sie deshalb die australische Vogue Living abonniert?
Ganz abgesehen davon, dass man kaum alle Zeitschriften lesen kann, wie kommt man dran? Und wo bewahrt man den stetig wachsenden Stapel auf? (Ambitionierte Leser wissen, was ich meine)

Eine Lösung sind digitale Magazine. Das jeweilige Ausgabe gibt es von A bis Z, von der Titelseite bis zur letzten Werbeseite auf dem Bildschirm zum Durchblättern.
Ein Anbieter solcher digitaler Zeitschriften ist Zinio. Es ist die (meines Wissens) grösste weltweite Bibliothek für digitale Magazine und die einzige dieser Art. Man kann im Verzeichnis nach Ländern suchen, aber auch nach Interessengebieten: Mode und Schönheit, Gesundheit und Fitness, Familie, Computer und Elektronik, Business, Photographie, Haus und Garten, Autos, Kochen und natürlich alle möglichen Hobbys (bspw. Aviatik, Fischen). Auch die Qualität der Titel kann sich sehen lassen; Cosmopolitan, Elle und Harpers Baazar, um nur einige der Bekanntesten zu nennen.


Auswahl aus dem Digital-Portal Zinio.com

In der Sparte "Home und Garden" sind ebenfalls einige interessante Titel vertreten: die US-Ausgabe von Elle Decor, dazu die schwedische Elle interiör und die norwegische Elle interiør, des weiteren Country Living und Housen beautiful (jeweils die englischen Ausgaben), das innovative Dwell und Country Life international. Dazu kommen einige spanische, türkische und ungarische Zeitschriften, es werden täglich mehr. Garden design, Green source oder Organic Gardening mögen hierzulande unbekannt sein, aber vielleicht bieten sie neue Ideen für den grünen Daumen...

Bei den meisten Heften kann man in einigen Seiten "schnuppern" (wenn die entsprechende Software kostenlos herunter geladen ist) und dann einzelne Ausgaben kaufen oder gleich ein Abonnement abschliessen. Digitales lesen ist somit auch ein Kostenfaktor, man bekommt ein Jahresabonnemten für 10 USD (zb für Elle Decor) oder 24 USD für die Cosmopolitan, also ein vielfach Geringeres als den Ladenpreis für Printausgaben. Fachzeitschriften können mehr kosten.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Man erhält die Zeitschrift sofort nach dem Kauf auf sein Konto "zugesandt", kann sie online lesen oder auf den eigenen Computer herunterladen (bis zu drei Mal pro Heft). Die Inhaltsverzeichnisse sind digital mit dem Text vernetzt und zu den meisten Links (zB zu Werbung) wird man direkt weitergeleitet. Die Seiten lassen sich zoomen und per mail versenden. Was man nicht kann: Bilder herauskopieren oder als PDF speichern. Drucken funktioniert, wenn man die Seite direkt an den Drucker schickt.

Auswahl aus dem Digital-Portal Zinio.com

Einige Verlage bieten ihre Zeitschriften unabhängig an, beispielsweise Canadian House and Home, die einen kostenlosen monatlichen Preview mit den besten Seiten als "Lockmittel" ins Netz stellt. Die Vogue Living Australia gibt es vorläufig nur als Printausgabe, aber ein digitaler Sampler macht ebenfalls monatlich Lust auf Mehr. Das Lifestyle-Magazin Quintessential Style gibt es komplett und kostenfrei als Digitalausgabe.

Canadian House&Home, Vogue Living Australia und Quintessential: Lesen im Netz

Leider ist der Anteil deutschsprachiger Zeitschriften verschwindend gering (gleich Null?), aber das wird sich mit der Zeit hoffentlich ändern. (Inzwischen kann man sich ja mit den Bildern vergnügen.) Die Diskussion, ob die klassisch gedruckte Zeitung/Zeitschrift einmal den digitalen Medien weichen wird (müssen), flammt immer wieder auf und erlischt wohl nie ganz. Doch bis jetzt haben sich die Printmedien erfolgreich behauptet. Eine Co-Existenz scheint also möglich.
Digitale Magazine sind in vielem so gut wie papiergedruckte – aber eben nur fast. Das Prinzip hat unverkennbare Vorteile, es fehlt allerdings der haptische Genuss des Blätterns; das kann eine Computermaus nicht wettmachen.

Donnerstag, 24. April 2008

DOMINO – EIN MAGAZIN MIT STARQUALITÄT

Noch einmal beginne ich ein post mit den Worten
Kennen Sie..."Domino"?


April 08 und Mai 08

Das US-amerikanische Wohn-Magazin Domino ist relativ neu auf dem Markt und eine der erfolgreichsten Lancierungen des CondeNast-Verlages der letzten Jahre.
Domino richtet sich an vielbeschäftigte, stilbewusste Menschen, die ihre Wohnungen und Häuser zwar gemütlich einrichten möchten, aber weder die Zeit noch unbegrenzte Mittel für Möbel und Einrichtungsprofis haben, wie dies beispielsweise in Zeitschriften wie der Elle Decor suggeriert wird. Das Zuhause soll glücklich machen, aber nicht um jeden Preis. Deshalb gilt für Domino die Devise: Repaint, repaper, reupholster, also übermalen, neu tapezieren und neu überziehen. Entsprechende Tipps gibt es zuhauf, und auch vor Ikea hat man in der Redaktion anscheinend keine Angst. Man kann ebenso alt und neu kombinieren wie teuer und preiswert. Das Magazin kommt erfrischend selbstbewusst und unkompliziert daher.

Einen Wow-Faktor hat Domino aber allen anderen Hochglanz-Postillen voraus: Die Stars. In der April-Ausgabe zeigte Hollywood-Star Drew Barrymore die neu eingerichteten Büros ihrer Filmproduktionsgesellschaft Flower Films. Dabei zeigt sich auch, dass solche Magazine Karriere schaffen können – Barrymore engagierte die junge amerikanische Designerin Ruthie Sommers, welche die allererste Ausgabe von Domino zierte, eben wegen dieses Titelbildes.

Ruthie Sommers für Drew Barrymore (Photos von Stewart Shining)

Die Mai-Ausgabe, die seit heute an den amerikanischen "Newsstands" ausliegt, porträtiert Hollywood-Star Julianne Moore in einer ungewohnten Rolle – als Innendekorateurin (Cover oben). Sie macht das unbemerkt von den Scheinwerfern schon eine längere Zeit und mit beachtlichem Stilgefühl und Erfolg. Nun hat sie für ihre Stylistin deren Wohnung umgekrempelt, für ein Budget von 15000 Dollar. Übrigens: Julianne Moore schwört auf Ikea!


Juliannes Moores Arbeit (Photos by Paul Costello)

Leider habe ich noch keinen Kiosk gefunden, der Domino in der Schweiz oder Deutschland auflegt (in Grossstädten habe ich noch nicht gesucht). So blieb mir nichts anderes übrig, als das Magazin zu abonnieren. Bei den derzeit tiefen Dollarkursen ist ein Jahresabo in jedem Fall günstiger als die Einzelausgaben. Bereut habe ich es nicht, Domino ist anders als alle Magazine die ich kenne, sowohl in deutsch, englisch oder französisch. Wie immer gilt: Man muss den amerikanischen Stil mögen. Im Herbst soll übrigens das ersten Buch aus der Redaktion erscheinen.

Auf der Internetseite www.dominomag.com kann man nicht nur einen kurzen Blick in das aktuelle Heft werfen und das Inhaltsverzeichnis studieren; die Seite hält auch Bildergalerien und Tipps zu vielen Einrichtungsthemen bereit, beispielsweise Wohnen mit Farben, Wohnen mit Büchern sowie Dossiers von einigen Design-Talenten wie Peter Dunham oder Fawn Galli.


Arbeiten von Fawn Galli (Photo Laura Resen) und Peter Dunham (Photo Miguel Flores-Vianna)
(all pictures: courtesy Domino)