Ganz abgesehen davon, dass man kaum alle Zeitschriften lesen kann, wie kommt man dran? Und wo bewahrt man den stetig wachsenden Stapel auf? (Ambitionierte Leser wissen, was ich meine)
Eine Lösung sind digitale Magazine. Das jeweilige Ausgabe gibt es von A bis Z, von der Titelseite bis zur letzten Werbeseite auf dem Bildschirm zum Durchblättern.
Ein Anbieter solcher digitaler Zeitschriften ist Zinio. Es ist die (meines Wissens) grösste weltweite Bibliothek für digitale Magazine und die einzige dieser Art. Man kann im Verzeichnis nach Ländern suchen, aber auch nach Interessengebieten: Mode und Schönheit, Gesundheit und Fitness, Familie, Computer und Elektronik, Business, Photographie, Haus und Garten, Autos, Kochen und natürlich alle möglichen Hobbys (bspw. Aviatik, Fischen). Auch die Qualität der Titel kann sich sehen lassen; Cosmopolitan, Elle und Harpers Baazar, um nur einige der Bekanntesten zu nennen.
Auswahl aus dem Digital-Portal Zinio.com
In der Sparte "Home und Garden" sind ebenfalls einige interessante Titel vertreten: die US-Ausgabe von Elle Decor, dazu die schwedische Elle interiör und die norwegische Elle interiør, des weiteren Country Living und Housen beautiful (jeweils die englischen Ausgaben), das innovative Dwell und Country Life international. Dazu kommen einige spanische, türkische und ungarische Zeitschriften, es werden täglich mehr. Garden design, Green source oder Organic Gardening mögen hierzulande unbekannt sein, aber vielleicht bieten sie neue Ideen für den grünen Daumen...
Bei den meisten Heften kann man in einigen Seiten "schnuppern" (wenn die entsprechende Software kostenlos herunter geladen ist) und dann einzelne Ausgaben kaufen oder gleich ein Abonnement abschliessen. Digitales lesen ist somit auch ein Kostenfaktor, man bekommt ein Jahresabonnemten für 10 USD (zb für Elle Decor) oder 24 USD für die Cosmopolitan, also ein vielfach Geringeres als den Ladenpreis für Printausgaben. Fachzeitschriften können mehr kosten.
Die Möglichkeiten sind vielfältig. Man erhält die Zeitschrift sofort nach dem Kauf auf sein Konto "zugesandt", kann sie online lesen oder auf den eigenen Computer herunterladen (bis zu drei Mal pro Heft). Die Inhaltsverzeichnisse sind digital mit dem Text vernetzt und zu den meisten Links (zB zu Werbung) wird man direkt weitergeleitet. Die Seiten lassen sich zoomen und per mail versenden. Was man nicht kann: Bilder herauskopieren oder als PDF speichern. Drucken funktioniert, wenn man die Seite direkt an den Drucker schickt.
Auswahl aus dem Digital-Portal Zinio.com
Einige Verlage bieten ihre Zeitschriften unabhängig an, beispielsweise Canadian House and Home, die einen kostenlosen monatlichen Preview mit den besten Seiten als "Lockmittel" ins Netz stellt. Die Vogue Living Australia gibt es vorläufig nur als Printausgabe, aber ein digitaler Sampler macht ebenfalls monatlich Lust auf Mehr. Das Lifestyle-Magazin Quintessential Style gibt es komplett und kostenfrei als Digitalausgabe.
Canadian House&Home, Vogue Living Australia und Quintessential: Lesen im Netz
Leider ist der Anteil deutschsprachiger Zeitschriften verschwindend gering (gleich Null?), aber das wird sich mit der Zeit hoffentlich ändern. (Inzwischen kann man sich ja mit den Bildern vergnügen.) Die Diskussion, ob die klassisch gedruckte Zeitung/Zeitschrift einmal den digitalen Medien weichen wird (müssen), flammt immer wieder auf und erlischt wohl nie ganz. Doch bis jetzt haben sich die Printmedien erfolgreich behauptet. Eine Co-Existenz scheint also möglich.
Digitale Magazine sind in vielem so gut wie papiergedruckte – aber eben nur fast. Das Prinzip hat unverkennbare Vorteile, es fehlt allerdings der haptische Genuss des Blätterns; das kann eine Computermaus nicht wettmachen.











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