- Mode Design und Interior Design verweben sich immer enger – was übrigens auch die «Sonderausgabe» Vogue Living (mit der hinreissenden Rachel Weisz auf dem Cover, am Kiosk erhältlich) in ihrer aktuellen Ausgabe feststellt: Wenn in diesem Frühling und Sommer klare und starke Farben im Trend liegen, betrifft das nicht nur die Laufstege, sondern auch die Designwelt, beispielsweise Möbelmacher und Stofffabrikanten.
Ein Vorreiter in der Verbindung von Mode und Design:
Vogue/ Vogue Living (aktuelle Ausgabe)
Vogue/ Vogue Living (aktuelle Ausgabe)
- Es geht aber auch um die «neue Eleganz». Was Designer und Innenarchitekten heute erarbeiten, ist Haute Couture für das Eigenheim. Diese hat in den letzten Jahren den «Magerstil» der 90-Jahre abgelöst und sich aus allen anderen Jahrzehnten und Stilen das Beste ausgesucht und in die Formensprachen des 21. Jahrhundert übertragen. Wie sagte schon Coco Chanel: «Luxus ist kein Luxus – ohne Bequemlichkeit». Es darf (wieder) üppig, sinnlich und farbenfroh sein.
Viele grosse Namen folgten: Giorgio Armani, Tommy Hilfiger, Kenzo, Missoni, Hèrmes, Pucci, Fendi, Etro. Auf die eine oder andere Art hat jedes grosse Modelabel inzwischen einen Fuss in der Designwelt. Ein besonderes Beispiel ist die italienische Firma Loro Piana, bekannt für edelste Cashmere-Kleidung. Seit einiger Zeit hat sie auch Stoffe für die Innendekoration im Sortiment. Cashmere und Seide für das Sofa, hier geht beinahe alles. Selbst die Teppiche sind aus Cashmere gefertigt (wenn auch nicht in den poppigen Farben dieser Saison).
Natürlich gibt es Bücher zum Thema.
Zwei Cover für das selbe Buch: Couture Interiors und eine Seite (courtesy Laurence King Publ.)
- «Couture Interiors – Living with Fashion»
- Autor: Marnie Fogg
- Verlag: Laurence King Publishing
- Sprache: Englisch
- ISBN-10: 1856695352
- ISBN-13: 978-1856695350
Zwei Beispiele aus «Couture Interiors – Living with Fashion» (pictures courtesy Laurence King Publ.)
Präzise und abwechslungsereich lässt sich die Symbiose zwischen Mode und Design anhand der Geschichte des «Tartan» verfolgen. Aus dem klassischen Karo, reserviert für Mitglieder schottischer Clans, ist längst ein multifunktionales Muster geworden, das in allen Bereichen des Lebens eingesetzt werden kann.
- Tartan– Romancing the Plaid: From Braveheart to Burberry
- Autoren: Jeffrey Banks, Doria de la Chapelle
- Verlag: Rizzoli International Publications
- Sprache: Englisch
- ISBN-13: 978-0847829828
Linda Evangelista trägt Karo: «Tartan» aus dem Verlag Rizzoli –
Sarah Jessica Parker und Modedesigner Alexander McQueen in Tartan (McQueens eigenes Clandesign, picture Sherly Rabbani & Josephine Solimene, copied from style.com)
Sarah Jessica Parker und Modedesigner Alexander McQueen in Tartan (McQueens eigenes Clandesign, picture Sherly Rabbani & Josephine Solimene, copied from style.com)
Dieser hinreissende Bildband hat viel Überraschendes zu bieten: Neben vielen Schnappschüssen von prominenten Kilt-Trägern (Sean Connery, Madonna, Rod Stewart uvm) und Modedesignern, die für ihre Kollektionen gerne und häufig Karos verwenden (Burberry, Alexander McQueen, Marc Jacobs für Louis Vuitton, Paul Smith), ist ein grosses Kapitel dem Tartan im Wohnbereich gewidmet (natürlich auch wieder dabei Ralph Lauren).
Wer das amerikanische Design-Duo Diamond Baratta nicht kennt, kann hier auch lernen, wie viele verschiedene Muster man in einen Raum vereinen kann, ohne dass er visuell kippt. Ausserdem wird ein schottisches Hotel vorgestellt, das von den Bettvorhängen bis zu den Toiletten ganz in Karo dekoriert ist.
Dreimal Karo à la Diamond Baratta (pictures courtesy www.diamondbaratta.com)
Weitere Bücher zum Thema «Fashion und Interior Design» folgen in Kürze.











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